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ZUR GESCHICHTE des HERDS und OFEN

Erst in der Mitte des 19. Jahrhunderts begann die Industrielle Fertigung von Herden und Öfen. Gründung von Firmen die es heute noch gibt, auch wenn sie heute teilweise etwas anders fertigen: Küppersbusch, Deutschland 1875, Hass und Sohn, Deutschland 1854, Godin, Frankreich 1842, Morso Dänemark,1853 und viele andere Firmen die es heute von Namen her noch gibt.

Die Herstellung von Herden und Öfen war eine bedeutende Industrie, vergleichbar mit der heutigen Autoindustrie in Europa. Küppersbusch beschäftigte im Jahr 1908 über 6.000 Mitarbeiter.

Ohne Erfindung des Ofens wäre eine Entwicklung der Zivilisation , wie Sie jetzt existiert, nicht möglich gewesen. Man stelle sich einmal vor, das die Mehrheit unserer Gebäude nicht beheizt wären oder nur 1 Raum. Ältere unter Ihnen werden sich bestimmt noch erinnern können.



Vor der industriellen Fertigung gab es nur die Einzelanfertigung durch örtliche Eisengiessereien. Öfen aus dem 16,17 und 18 Jahrhundert waren in Regel Einzelanfertigungen in sehr kleinen Stückzahlen, für den „ normalen“ Bürger, wie Bauer, Handwerker unbezahlbar, sie kosteten manchmal soviel wie ein Haus.

Somit standen die ersten Öfen nur in Burgen, Schlössern, Kirchen, Verwaltungsgebäuden etc

 

Die industrielle Fertigung von Küchenherden begann ca. 1850, z.B. bei GODIN in Frankreich. Küppersbusch baute 1875 die ersten Herde aus Blech. Davor gab es nur die offene Feuerstelle im Haus oder gemauerte Herde aus Stein und Lehm. Kachelöfen gibt es bereits seit dem Jahre 1.000

Eisenöfen gibt es seit ca. 1500, Küchenherde seit ca. 1830.
Öfen aus dem 16. und 17. Jahrhundert sind allerdings absolute Raritäten und sehr selten und haben natürlich Ihren besonderen Preis.

Die meisten Küchenherde die wir haben stammen aus der Zeit von 1900-1950, Küchenherde vor 1900 sind selten und meistens in einem sehr schlechten Erhaltungszustand, wenn wir Sie angeboten bekommen, und deshalb oft nicht mehr zu restaurieren.

Die meisten Eisenöfen die wir haben stammen aus der Zeit von 1850-1920, Öfen vor 1850 sind ebenfalls selten.

 


Immer wieder werden wir gefragt ob wir Kataloge über unsere Küchenherde und Öfen haben, Leider können wir keinen Katalog erstellen, wie Sie es von Neuware gewohnt sind, auch über die neuen Küchenherde und Öfen haben wir keinen Katalog, diese sind allerdings in unserer Internetseite www.traumofen.de ausführlich beschrieben, finden Sie dort unter NEUE ÖFEN - NEUE HERDE.

Es gibt tausende Modelle aus vielen Ländern Europas und den USA und Kanada. Unsere antiken Küchenherde und Öfen sind in einer Qualität restauriert, wie Sie es nur selten finden. Küchenherde wie von uns restauriert finden Sie in dieser Qualität und zu diesen Preisen nirgendwo in Europa..

Wir verkaufen nur restaurierte Küchenherde und Öfen an den Endkunden. Auf alle unsere restaurierten Küchenherde und Öfen erhalten Sie 2 Jahre Garantie. ( siehe Garantiebedingungen)

Der Kauf eines original antiken Küchenherd und Ofen ist mit vielen Risiken verbunden. Denn leider ist es so, dass viel Schrott angeboten wird, Nachgüsse und Herde und Öfen die niemals funktionsfähig sind. Alle Öfen werden bei uns zerlegt, mit einem Spezialmittel gestrahlt ( es gibt immer wieder Anbieter, die behaupten, dies sei nicht möglich, unser Kommentar dazu, keine Ahnung vom Stand der Strahltechnick.) Alle Teile des Ofens werden sorgfältig überprüft, Teile des Feuerungsraum werden geröngt.. Beim Aufkauf sind wir bereits so kritisch, das wir der Meinung sind, das 90 % der Öfen die wir angeboten bekommen, nicht fachmännisch zu restaurieren sind. Deshalb kaufen wir sie nicht. Die Öfen werden dann hitzefest lackiert. Poliert, zusammengebaut, abgedichtet, alle Schamottesteine werden erneuert, ebenfalls alle Teile, die defekt waren, wie Feuerungsroste etc.

Nach der Restauration erhalten Sie einen optisch, sowie technisch erneuerten Ofen. In der Qualität der verwendeten Materialen oft besser als im Original, z.B. Schamottesteine in einer wesentlichen besseren Qualität als es sie vor 100 Jahren gab.

Restauration unserer Küchenherde.

Wir sind der Meinung: BESSER GEHT ES NICHT !!!

Wir haben die Restauration unserer Küchenherde zur Perfektion betrieben. Deshalb behaupten wir mit Stolz: Was besseres finden Sie nicht. Deshalb fragen die Kunden oft bei uns: Sind das wirklich original antike?

In der Regel werden alle antiken Küchenherde komplett zerlegt, alle Nickel- oder Chromteile werden fast immer neu vernickelt oder verchromt. Alle Innenbleche werden erneuert, bei Herden die in die Funktion gehen, bekommen Sie einen neuen Backofen aus Edelstahl, wenn der Original erneuert werden muss. Bei Herden, die in die Funktion gehen, werden die Schamottesteine erneuert. Wir können Bleche neu emaillieren, Gussteile Nachgießen, neu lackieren. Das besondere sind jedoch unsere umgebauten Küchenherde.

Da wir keinen Katalog haben, haben wir auch keine Preisliste, jeder Ofen und Herd hat seinen Preis. Das Sie keinen original antiken Ofen von 1900, restauriert für 299.- € bekommen, wie ein neuer im Baumarkt, müsste Ihnen klar sein. Unsere Arbeit ist absolute Profiarbeit, eigentlich sind wir Restauratoren, Schlosser, Ofenbauer, und jede Woche stehen wir vor Problemen, weil wir ein Teil in Handarbeit anfertigen müssen, weil es dies nicht als Ersatzteil irgendwo in einem Lager gibt. Restaurierte Herde beginnen bei ca.2.000.- €, umgebaute Herde ab ca. 3.000.-€, Öfen ab ca. 1.500.- €, leider haben wir unter diesen Preisen nichts, weil einfach nicht möglich. Trotzdem sind wir im Vergleich zu anderen Anbietern und im Bereich Qualität sehr günstig.

Unser Service

Das wir alles um, für den Herd und Ofen anbieten ist für uns selbstverständlich, besuchen Sie unseren ONLINE-SHOP, dort finden Sie ca. 500 Artikel für Ihren Herd und Ofen, vom Schamottestein bis zum Ofenrohr.

Das wir alle Herde und Öfen in fast jeden Ort der Welt liefern, ist für uns NORMAL und gehört zu unseren Service. Wie im Einzelnen besprechen wir mit Ihnen.

Alle Preise für Herde und Öfen inkl. Liefern innerhalb Deutschland, jedoch ohne Anschluss ( wird extra berechnet). Wir wählen den günstigsten Weg, ob wir persönlich liefern oder mit Spedition.

Wir restaurieren auch Ihren antiken Küchenherd oder Ofen.


Eigener Herd ist Goldes Wert

Noch in der Mitte des 19. Jahrhunderts war der eigene Herd im Haus nicht Standart. Gekocht wurde auf der offenen Feuerstelle im Haus. Das war oft die Ursache für Brände, ganze Städte sind dadurch  zerstört worden, weil es nur diese offen Feuerstellen gab. Mit der Erfindung des Küchenherds fand nun die Verbrennung in einem geschlossen Feuerraum statt. Das Kochen wurde einfacher, weil es nun möglich war, das Feuer zu  kontrollieren und den Herd auch Nachts sicher anzuhalten. Es gab zwar schon gemauerte Kachelherde, jedoch keine Herde aus Gusseisen oder Blech die man versetzen konnte. 

Erst um 1830 begann die Fertigung von transportierbaren Küchenherden aus Blech oder Gusseisen, gebaut wurden diese Herde in kleinen Stückzahlen. Um 1850 setze dann die Gründung von Fabriken ein, die Industriell in großen Stückzahlen Küchenherde bauten, die man in Geschäften kaufen konnte und die mit Pferd und Wagen und  mit der Eisenbahn zum Kunden  ins Haus geliefert wurden. Es gab Geschäfte die nur Herde und Öfen, sowie Zubehör verkauften.

Gründungen wie Godin in Frankreich 1843, Haas und Sohn Deutschland 1854, Morso in Dänemark 1853, Küppersbusch, Deutschland 1875. In diesen Fabriken wurden Küchenherde in immer größeren Stückzahlen gebaut. In der Blütezeit produzierte z.B. Küppersbusch 100.000 Herde pro Jahr. Vor dem zweiten Weltkrieg gab es in Deutschland ca. 100 Firmen die Küchenherde bauten. Hier einige Namen: Seppelfricke, Herner Herd, Boecker, Wamsler, Banning, Juno, Gaggenau,  Oranier,  Bockhauer, Küppersbusch, Neff, Senking,  Roeder, Krefft, Woeste, Leda, Albers, Junker & Ruh, Beckmann, Elsinghorst, Imperial,Olsberg und viele, viele andere…

Auch in Frankreich und Belgien entwickelte sich eine große Herdindustrie. Viele Firmen produzierten auch andere Dinge für die Küche aus Blech, Blech emailliert und Gusseisen, z.B. Löffelbleche, Wasserkessel und Kochtöpfe. Die Vielzahl der Modelle ist beeindruckend. Zuerst baute man Küchenherde aus Schwarzblech und Gusseisen. Um das Gusseisen gegen Rost zu schützen und die Herde schöner aussehen zu lassen, wurde das Gusseisen oft emailliert in vielen Farben.

In Deutschland, aber ganz besonders in Frankreich und Belgien wurden Herde mit echten Fliesen gebaut. Der Herdkörper besteht aus Schwarzblech mit aufgeschraubten Fliesen. Weil man damals die Fliesen nicht aufkleben konnte, schraubte man Sie. Die Fliesen hatten in der Mitte ein Loch für die Schraube. So entstanden wunderschöne Fliesenherde in allen Farben. Fliesen mit Blumenmotiven, Jugendstil und Art Deko Ornamenten. Schon Ende des 1900 Jahrhundert begann man Küchenherde aus emaillierten Blech zu bauen. Emaille ist eigentlich ein Oberflächenschutz  Die Emaille schütz das Blech vor Rost. Bei guten Herden war das Blech auch von Innen emailliert, also die Seite die zum Feuerungsraum zeigt.

Mit den emaillierten Herden begann die Blütezeit der Herdindustrie. Es entstanden  Herde mit den schönsten Motiven. Landschaftsmotive, Sommer und Winter, Tiermotive, sehr häufig waren Landschaftsmotive mit Reh und Hirsch. Blumenmotive, Rosenrangen sind ein häufiges Motiv. Inspiriert durch den Jugendstil wurden die Herde sehr verziert. Auch die Gussteile, wie Füße und Aufsätze bei Deutschen Herden erhielten Jugendstilelemente. Füße, Rahmen, Leisten und andere Guss- und Blechteile wurden vernickelt, später ab ca. 1940 auch verchromt.

Der Herd war eine Anschaffung fürs Leben, und die Familie war stolz, endlich einen eigenen Herd zu haben. Daher kommt der der Spruch “Eigener Herd ist Goldes wert“. Reparaturen lohnten sich, so ist es zu erklären, das wir heute noch solche schönen Herde finden. Denn viel andere Dinge aus Metall sind längst zu Schrott geworden.

Was kostete ein Herd? Ein weiß emaillierter Herd von Küppersbusch um 1900 kostete ca.100 Reichsmark. Der gleiche Herd mit Motiven kostete schon ca.200 Reichsmark. Ein Fliesenherd von Küppersbusch, das Topmodell kostete 350 Reichsmark. Der Arbeiter der bei Küppersbusch in Gelsenkirchen -Schalke diesen Herd montierte, verdiente 25 Reichsmark brutto im Monat. 1 Reichsmark um 1900 entspricht ca. Heute 20.- €. Jetzt zeigt sich, wie viel ein Herd kostete im Verhältnis zum Einkommen.

Oft gab es einen Herd zur Hochzeit, als Aussteuer. Der Herd war Mittelpunkt der Küche, er war die teuerste Anschaffung im Haus. Er diente als Heizquelle im Winter und als die einzige Kochstelle im Haus. Über 100 Namen aus Deutschland, Frankreich, Belgien und anderen Ländern sind uns bekannt, die Küchenherde bauten.

Als die Jugendstilepoche sich dem Ende näherte, begann bei Herden die Art Deko Zeit. Jetzt wurden Herde mit emaillierten Motiven der Art Deko Epoche produziert. Hier war Frankreich und Belgien führend.

Mit dem  Beginn des 2. Weltkrieges in Europa litt auch die Herdindustrie. Kriegsgüter hatten Vorrang. Es entstanden sogenannte Notherde in Deutschland. Einfach, spartanisch ausgestattet, auch an der Materialqualität wurde nun gespart. Durch die Kriegsschäden und die spätere Teilung Deutschland gingen viele Fabriken die Herde herstellten verloren, weil die Fabriken zerstört wurden, oder die Firmen die Kriegsfolgen nicht überlebten.

Ab ca. 1950 setzte dann in Deutschland wieder die Produktion  ein, aber Sie erreichte nie mehr Ihre Blütezeit, wie vor dem Krieg. Durch die schnelle Modernisierung der Küchen, überlebten viele Firmen nicht.

Der klassische Küchenherd für Holz oder Kohle wurde verdrängt durch moderne Herde für Strom oder Gas. Ende der 60er Jahre des 20. Jahrhunderts war es dann vorbei mit den Küchenherden. Immer weniger Haushalte kochten auf Herden für Holz oder Kohle, in der DDR war die Situation etwas anders. In  Frankreich und Belgien ist der klassische Herd immer noch zu finden.

Es gibt jedoch ein Wideraufleben in Deutschland, vielleicht auch deshalb, weil der Herd wieder zum Mittelpunkt der Küche wird. Oder die Küche der Mittelpunkt des Haus oder Wohnung? So war es ja über Jahrhunderte.

Was ist geworden aus den vielen Firmen in Deutschland die Küchenherde gebaut haben? Die meisten existieren nicht mehr oder nur noch die Namen. Küppersbusch wurde 1982 von AEG übernommen. Godin in Frankreich und Morso in Dänemark gibt es immer noch und bauen immer noch Öfen und Herde für Holz und Kohle.

Doch es gibt sie ja noch, die original antiken Küchenherde bei Traumöfen. Über 3.000 Stück haben wir mittlerweile restauriert, Sie strahlen wieder in Ihrer alten Schönheit und werden auch die nächsten 100 Jahre überleben. Und wer der großen Hersteller von damals hätte jemals gedacht, das es einmal eine Firma gibt die diese Herde restauriert und aus einigen wieder etwas völlig neues macht.

Einen Original antiken Herd umgebaut mit einem Ceran- oder Gaskochfeld.


Original Text einer
Betriebsanleitung von 1882 zur Pflege des Ofens:

Einmal in der Woche  muss der Ofen mit guter Ofenschwärze ( Potlot)  eingerieben und blank gebürstet werden. Gute Schwärze erkennt man an glänzenden Stückchen, welche sich fettig anfühlt und leicht zerbröckeln lässt. Matte und staubige Schwärze ist schlecht.

Befindet sich irgendwo Rost am Ofen, dann bestreiche man die Stelle mit Petroleum und scheuere sie etwas später mit Steinkohleasche. Bevor man das Schwärzen des Ofens beginnt, reibt man denselben mit trockenem Sand mittels eines groben Lappens kräftig ab. Dann rühre man die Ofenschwärze mit schwarzen Kaffe an, mache sie nicht zu flüssig, reibe mit einem wollenen Lappen die schwärze über den Ofen und bürste denselben so hart und so lange, bis er glänzend ist.

Das sollten Sie heute nicht mehr machen, ist bei unseren restaurierten  Öfen auch nicht nötig, weil sie mit hitzefesten Lacken lackiert wurden. Die gab es aber 1882 noch nicht.
Lesen Sie auch unsere Warnhinweise zu Ofenschwärze und Graphitpaste unter:
noch Fragen, Frage 64